Schmerztherapie

Der Schmerz hat ursprünglich eine Warnfunktion. Teilweise bleibt er aber auch nach Verschwinden des auslösenden Reizes bestehen. Bei chronischen Schmerzen unterscheidet man nach nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen. Nozizeptive Schmerzen treten nach Gewebeschädigungen ohne Nervenbeteiligung auf. Neuropathische Schmerzen sind durch Nervenschädigungen bedingt und weisen häufig einen brennenden, messerartigen oder einschießenden Charakter auf. Bei einer Beteiligung des vegetativen Nervensystems (Beteiligung des Sympathikus) kommt es häufig auch zu Durchblutungsstörungen, Haut- oder Temperaturveränderungen. Typische Beispiele für neuropathische Schmerzen sind Schmerzen nach einer Gürtelrose, eine Trigeminusneuralgie oder auch eine Polyneuropathie. Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall oder chronischen Rückenbeschwerden weisen häufig beide Schmerzarten auf. Eine typische Erkrankung mit Beteiligung des sympathischen Nervensystems ist die früher Morbus Sudeck genannte Krankheit.

Wir behandeln klassisch neurologische Krankheiten wie Migräne, Spannungskopfschmerz, Zoster- und Trigeminusneuralgien, aber auch (vorwiegend) neuropathische Schmerzen nach operativen Eingriffen, bestimmten Nervenengpass-Syndromen, bei Bandscheibenvorfällen und Verschleisserscheinungen der Wirbelsäule. Auch die Behandlung einer Reizblase kann unter Umständen neuraltherapeutisch (siehe unten) erfolgen.

Wir behandeln Schmerzen mit der Methode der Neuraltherapie (www.dgfan.de), wobei wir psychosoziale Faktoren in unsere Behandlung miteinbeziehen. Bei Bedarf arbeiten wir auch mit weiteren Fachdisziplinen  (Manualtherapeuten, Osteopathen, ganzheitlich orientierten Zahnärzten, Psychotherapeuten) zusammen.

Hierbei wird ein gering dosiertes örtlich wirkendes Betäubungsmittel (meist Procain, das bei Bedarf mit homöopathischen Präparaten kombiniert werden kann) direkt in die Nähe des Nerven sowie im weiteren Bereich der erkrankten Körperregion, zum Teil durchaus auch weiter entfernt, injiziert. Das Betäubungsmittel ist von der chemischen Zusammensetzung her körpereigenen Botenstoffen ähnlich. Es wirkt nur kurzfristig (circa 20 min.), doch diese sehr gezielte Unterbrechung des Schmerzimpulses genügt häufig, um die Nervenfunktion schrittweise zu normalisieren.

Die Behandlung ist etwas unangenehm, da an verschiedene Punkte kleinste Mengen injiziert werden. Die Punkte sind häufig identisch mit Akupunkturpunkten, an denen besonders viele Nervenbahnen zusammenlaufen.

Unsere Erfahrungen mit der Neuraltherapie sind sehr gut. Häufig gelingt eine weitgehende oder sogar komplette Schmerzfreiheit, auch bei schon länger bestehenden chronischen Schmerzen. Oft ist das teilweise oder sogar vollständige Absetzen der bisher eingenommenen Schmerzmedikamente möglich.

In der Regel ist eine mehrmalige Behandlung, anfangs im Wochenabstand, erforderlich. Gelegentlich reichen ein oder zwei Behandlungen aus. Ein erster Behandlungseffekt ist nach drei bis vier Behandlungen zu erwarten, oft wird aber schon zu Beginn der Therapie eine Besserung bemerkt.

Die Kosten für die Neuraltherapie werden leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie müssen mit Kosten zwischen 20 und 60 € pro Behandlung rechnen. Die Privatkassen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten. In unserer Praxis halten wir weiterführende Informationen zur Neuraltherapie bereit.

Mittlerweile können wir auch Akupunkturbehandlungen anbieten. Der Schwerpunkt liegt ebenfalls bei der Behandlung chronischer Schmerzen wie beispielsweise Migräne oder Rückenschmerzen. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse daraufhin an. Auch bei der Akupunktur müssen Sie die Kosten selbst tragen, die Kosten bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen wie bei der Neuraltherapie.

Unsere Öffnungszeiten

Mo:   09:00 Uhr - 12:00 Uhr , 14 - 15:30 Uhr
Di:    13:00 Uhr - 16:00 Uhr
Mi:   09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Do:   09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Fr:    09:00 Uhr - 12:00 Uhr, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr


Vereinbarungen unter:
        Tel. 030 / 461 46 75